BDSM Lexikon – Begriffe & Bedeutungen
Von Aftercare bis Wax Play: Hier findest du wichtige BDSM-Begriffe mit deutscher und englischer Bezeichnung sowie einer verständlichen Erklärung.
Altersspiel
Age Play
Rollenspiel, bei dem eine der beteiligten Personen ein anderes Lebensalter darstellt.
Analplug
Anal Plug
Sexspielzeug mit verjüngter Form, das ins Gesäß eingeführt und dort gehalten wird.
Aromastoffe
Aromatics
Gezielter Einsatz von Düften und Aromen zur Steigerung der sinnlichen Wahrnehmung.
Asymmetrische Fesselung
Asymmetric Bondage
Fesseltechnik, bei der der Körper bewusst in eine ungleiche, oft unbequeme Haltung gebracht wird.
Atemspiel
Breath Play
Kontrollierte Beeinflussung der Atmung. Gilt als Edge Play mit hohem Risiko und erfordert besondere Erfahrung.
Aufhängung
Suspension
Fesseltechnik, bei der die Person teilweise oder vollständig über dem Boden hängt.
Augenbinde
Blindfold
Verdeckt die Augen und schränkt so den Sehsinn ein, um andere Sinne zu schärfen.
Demütigung
Humiliation
Bewusst eingesetzte Erniedrigung als psychologisches Element der Machtdynamik.
Disziplin
Discipline
Erzieherisch gerahmte Bestrafungs- oder Führungspraxis innerhalb einer festgelegten Rollenverteilung.
Dominante(r)
Dominant / Dom
Person, die in der Machtdynamik die führende, kontrollierende Rolle übernimmt.
Einvernehmlichkeit
Consent
Grundprinzip jeder BDSM-Praxis: Alle Handlungen geschehen freiwillig, informiert und jederzeit widerrufbar.
Empfangende(r)
Bottom
Person, die in einer Session die empfangende bzw. unterwürfige Rolle einnimmt.
Erniedrigung
Degradation
Verbale oder handlungsbezogene Demütigung als einvernehmliches Element des Machtspiels.
Erzwungener Orgasmus
Forced Orgasm
Herbeiführen eines Orgasmus gegen den momentanen Willen der empfangenden Person, im Rahmen vorheriger Absprache.
Exhibitionismus
Exhibitionism
Erregung durch das (einvernehmliche) Zurschaustellen des eigenen Körpers oder eigener Handlungen.
Fesselung
Bondage
Das Fesseln des Partners mit Seilen, Ketten oder anderen Materialien als eigenständige Praxis.
Flogger
Flogger
Peitsche mit mehreren weichen bis festen Strängen, die für Impact Play verwendet wird.
Fußfetisch
Foot Fetish
Sexuelle Faszination, die sich speziell auf Füße richtet.
Grenzen
Limits (Hard/Soft)
Vorab festgelegte, nicht bzw. nur bedingt verhandelbare persönliche Grenzen.
Grenzspiel
Edge Play
Praktiken, die nahe an körperlichen oder psychischen Sicherheitsgrenzen liegen und besondere Erfahrung erfordern.
Halsband
Collar
Symbolisches oder funktionales Accessoire, das oft die Zugehörigkeit zwischen dominierender und unterwürfiger Person markiert.
Hogtie
Hogtie
Fesselposition, bei der Hand- und Fußgelenke hinter dem Rücken miteinander verbunden werden.
Kink
Kink
Sammelbegriff für unkonventionelle sexuelle Vorlieben und Praktiken außerhalb des „Vanilla“-Sex.
Klammern
Clamps
Werkzeuge, die z. B. an Brustwarzen angebracht werden, um Druck- bzw. Schmerzreize zu erzeugen.
Knebel
Gag
Gerät zum (teilweisen) Verschließen des Mundes, häufig mit Sicherheitsvorkehrungen zur Atmung.
Leder
Leather
Material mit eigener Fetisch- und Szenekultur; steht auch für eine bestimmte BDSM-Tradition.
Machtaustausch
Power Exchange
Bewusste, einvernehmliche Übertragung von Kontrolle von einer Person auf eine andere.
Meister / Herrin
Master / Mistress
Bezeichnung für die dominante Person in einer festen, oft langfristigen Machtdynamik.
Munch
Munch
Zwangloses, öffentliches und nicht-sexuelles Treffen von Szene-Angehörigen, meist in einem Café.
Nachsorge
Aftercare
Fürsorgliche Betreuung nach einer Session, die dem emotionalen und körperlichen Auffangen beider Partner dient.
Orgasmuskontrolle
Orgasm Control
Gezielte Steuerung von Zeitpunkt und Erlaubnis eines Orgasmus durch die dominante Person.
Paddel
Paddle
Flaches Schlaginstrument aus Leder, Holz oder Kunststoff für Impact Play.
Sadismus / Masochismus
Sadism / Masochism
Lust am Zufügen (Sadismus) bzw. Erleben (Masochismus) von Schmerz oder Kontrolle im einvernehmlichen Rahmen.
Safewort
Safeword
Vorher vereinbartes Codewort, mit dem eine Handlung sofort unterbrochen oder beendet wird.
Schlagspiele
Impact Play
Oberbegriff für Praktiken mit Schlägen, z. B. durch Hand, Paddel, Rute oder Flogger.
Seil
Rope
Grundmaterial für Fesselungen, oft aus Jute, Hanf oder Baumwolle, zentral in der Shibari-Kunst.
Shibari
Shibari
Aus Japan stammende Kunst des kunstvollen Fesselns mit Seilen.
Sinnesentzug
Sensory Deprivation
Gezielte Einschränkung eines oder mehrerer Sinne, um andere Wahrnehmungen zu intensivieren.
Tierrollenspiel
Pet Play
Rollenspiel, bei dem eine Person die Rolle und das Verhalten eines Tieres annimmt.
Top-Rolle übernehmen
Topping
Aktives Ausführen der führenden Rolle in einer Session.
Totale Machtübergabe
Total Power Exchange
Umfassende, meist dauerhafte Übertragung von Entscheidungsgewalt an die dominante Person.
Unterwürfige(r)
Submissive / Sub
Person, die in der Machtdynamik die nachgebende, gehorchende Rolle einnimmt.
Vanilla
Vanilla
Bezeichnung für konventionelle sexuelle Praktiken außerhalb von BDSM/Kink.
Verhandlung
Negotiation
Gespräch vor einer Session, in dem Wünsche, Grenzen und Safewords festgelegt werden.
Verlies / Spielraum
Dungeon
Speziell eingerichteter Raum für BDSM-Aktivitäten, oft mit fest installierten Geräten.
Versohlen
Spanking
Schläge auf das Gesäß mit der Hand oder einem Hilfsmittel.
Wachsspiele
Wax Play
Erotisches Spiel mit warmem, speziell für die Haut geeignetem Wachs.
BDSM WISSEN
BDSM Begriffe verstehen: Rollen, Praktiken und wichtige Grundlagen
BDSM umfasst weit mehr als einzelne Praktiken. Hinter dem Begriff stehen unterschiedliche Rollen, Vorlieben, Rituale und Formen einvernehmlicher Machtdynamik. Gerade am Anfang begegnen Interessierten viele deutsche und englische Bezeichnungen, deren Bedeutung nicht sofort klar ist. Dieses BDSM Lexikon soll deshalb als übersichtliches Nachschlagewerk dienen und wichtige BDSM-Begriffe verständlich erklären.
Was bedeutet BDSM?
Die Abkürzung BDSM setzt sich aus mehreren Bereichen zusammen: Bondage und Discipline, Dominance und Submission sowie Sadism und Masochism. Dazu kommen zahlreiche Begriffe aus der Kink- und Fetischwelt. Manche beschreiben Rollen wie Dominant, Submissive oder Bottom, andere stehen für Praktiken und Hilfsmittel wie Bondage, Shibari, Spanking, Flogger oder Augenbinde.
Warum gibt es so viele BDSM-Begriffe?
Viele Bezeichnungen stammen aus dem Englischen und werden auch im deutschsprachigen Raum verwendet. Deshalb zeigt unser Verzeichnis zuerst den deutschen Begriff und ergänzt anschließend die geläufige englische Bezeichnung. So kannst du sowohl deutsche Erklärungen finden als auch Begriffe einordnen, die dir in Communities, Artikeln oder Gesprächen begegnen.
Einvernehmlichkeit, Grenzen und Kommunikation
Unabhängig davon, für welche BDSM-Praktiken oder Rollen sich Menschen interessieren, spielen Einvernehmlichkeit, klare Grenzen und offene Kommunikation eine zentrale Rolle. Begriffe wie Consent, Safeword, Limits, Negotiation und Aftercare gehören deshalb ebenso zu einem BDSM-Lexikon wie Namen einzelner Praktiken. Sie helfen dabei, die grundlegenden Prinzipien hinter verantwortungsvollen BDSM-Dynamiken zu verstehen.
BDSM Lexikon zum Nachschlagen
Nutze die alphabetische Übersicht, wenn du die Bedeutung eines bestimmten BDSM-Begriffs suchst oder dich allgemein über BDSM, Kink, Bondage, Dominanz, Submission und verwandte Themen informieren möchtest. Das Verzeichnis wird so aufgebaut, dass Begriffe schnell gefunden und ohne unnötig komplizierte Fachsprache verstanden werden können.
