Spiegelnde Haut

Kapitel 1
Die Luft in der Hotelbar war schwer vom Rauch vergangener Nächte, einem Gemisch aus altem Leder, teurem Parfüm und dem säuerlichen Hauch von verschüttetem Alkohol, der sich in die Polster der abgewetzten Barhocker gefressen hatte. Die Beleuchtung war gedämpft, ein warmes, bernsteinfarbenes Licht, das von den Messinglampen an der Decke herabfiel und alles in einen goldenen Schleier tauchte – die gläsernen Flaschen hinter dem Tresen, die spiegelblank poliert waren, die Finger der Gäste, die sich um schmale Gläser krallten, als wären sie die letzten Rettungsringe in einem Meer aus Einsamkeit. An der Theke saß sie, die Frau, die niemandem auffiel und doch jeden beobachtete. Ihr Name war unwichtig, eine flüchtige Information, die zwischen den Lippengläsern und den hastig hingekritzelten Rechnungen verloren ging. Die Barkeeperin nannte sie nur „die Stammausgabe“ – weil sie fast jede Nacht hier saß, immer an derselben Stelle, immer mit demselben Getränk.
Heute war es wieder soweit. Ein doppelter Whiskey, neat, der vor ihr auf dem glatten Mahagoni stand und dessen amberfarbene Flüssigkeit im Licht der Bar funkelte, als würde sie von innen leuchten. Sie hatte die Finger um das Glas gelegt, die Nägel kurz, lackiert in einem dunklen Rot, das an getrocknetes Blut erinnerte. Ihre andere Hand spielte mit dem Rand eines Bierdeckels, drehte ihn zwischen Daumen und Zeigefinger, als wäre es ein Glücksrad, das über ihren Abend entscheiden würde. Die Barkeeperin, eine blonde Frau mit müden Augen und gelblichen Nikotinflecken an den Fingerspitzen, wischte mit einem feuchten Lappen über die Theke, ohne aufzublicken. „Wieder der übliche Selbstmord auf Raten?“, fragte sie mit einer Stimme, die rauchig klang, als hätte sie zu viele Jahre in verqualmten Räumen verbracht. Die Frau am Tresen hob nur eine Augenbraue, ein schwaches, fast trauriges Lächeln spielte um ihre Lippen. „Heute vielleicht mit einem Happy End.“
Sie trug ein schwarzes, eng anliegendes Top, das ihre Brüste betonte, ohne sie zur Schau zu stellen – gerade genug, um Blicke auf sich zu ziehen, ohne billig zu wirken. Ihr Haar, dunkel wie die Nacht draußen, fiel ihr in weichen Wellen über die Schultern, und als sie den Kopf leicht neigte, um einen Schluck von ihrem Whiskey zu nehmen, glitt eine Strähne über ihre Wange, als würde sie sie küssen. Die Bar war halb leer, ein paar Geschäftsleute in teuren Anzügen, die über Akten redeten, als wären es die letzten Geheimnisse der Welt, ein älteres Paar in der Ecke, das sich mehr schweigend als sprechend gegenübersaß, und zwei Männer am anderen Ende der Theke, die lachten, als hätten sie den besten Witz der Welt gehört – oder den schlechtesten.
Dann ging die Tür auf.
Ein kalter Luftzug wehte herein, vermischt mit dem Geruch von Regen und Leder, und für einen Moment hob jeder den Kopf, als hätte jemand einen unsichtbaren Alarm ausgelöst. Die Frau am Tresen drehte sich nicht um. Sie nahm einen weiteren Schluck, spürte, wie die Flüssigkeit ihre Kehle hinabbrannte, warm und brennend wie ein Kuss, der zu lange gedauert hatte. Doch dann hörte sie Schritte – langsam, selbstbewusst, als gehöre derjenige, der sie machte, schon lange hierher. Ein Mann ließ sich zwei Hocker weiter auf den freien Platz fallen, als wäre er müde vom Laufen, vom Leben, von allem. Die Barkeeperin seufzte innerlich, wischte sich eine Strähne ihres blonden Haares aus dem Gesicht und musterte den Neuankömmling mit einem Blick, der zwischen Gleichgültigkeit und professioneller Neugier schwankte.
Er war groß, das sah sie sogar aus dem Augenwinkel. Breite Schultern, die sich unter einem schwarzen Ledermantel abzeichneten, der aussah, als hätte er schon viele Nächte auf der Straße, in Clubs, in Betten verbracht, die nicht seine eigenen waren. Seine Hände – groß, mit langen Fingern, die an denen eines Pianisten erinnerten – lagen flach auf der Theke, als würde er sich daran festhalten, um nicht wegzudriften. Die Barkeeperin stellte ein sauberes Glas vor ihn hin, ohne ein Wort zu sagen. „Bourbon. Doppelter. Mit ’nem Schuss Wasser.“ Seine Stimme war tief, ein wenig rau, als hätte er den ganzen Tag geschrien – oder geflüstert. Die Frau am Tresen spürte, wie sich etwas in ihr regte, ein leises Ziehen im Bauch, das sie ignorieren wollte. Verdammt.
Die Barkeeperin goss den Whiskey ein, fügte einen Spritzer Wasser hinzu und schob das Glas über die Theke. „Zahlt der Chef oder du?“, fragte sie, während sie die Flasche wieder an ihren Platz stellte. Der Mann grinste, ein schiefes, fast boyhaftes Lächeln, das ihm plötzlich Jahre wegzunehmen schien. „Ich zahle. Immer.“ Er griff in die Innentasche seines Mantels, holte ein paar zerknitterte Scheine hervor und legte sie neben das Glas. Die Barkeeperin nahm das Geld, ohne es zu zählen, und steckte es in die Kasse. „Du siehst aus, als hättest du ’ne Scheißwoche hinter dir.“, sagte sie, während sie einen Aschenbecher in seine Richtung schob. Er nahm einen tiefen Zug von seinem Drink, schloss für einen Moment die Augen, als würde er den Geschmack auf seiner Zunge zergehen lassen. „Die beste Art von Woche.“
Die Frau am Tresen hatte bis jetzt geschwiegen. Sie beobachtete ihn aus den Augenwinkeln, studierte die Art, wie er das Glas hielt, wie seine Finger sich um den Rand krallten, als wäre es das Einzige, was ihn noch mit der Realität verband. Sein Profil war markant – ein scharf geschnittener Kiefer, übersät mit einem leichten Bartschatten, der aussah, als hätte er seit Tagen keine Klinge mehr gesehen. Seine Lippen waren voll, fast weich, im Kontrast zu dem harten Rest von ihm. Plötzlich drehte er den Kopf, als hätte er ihren Blick gespürt, und ihre Blicke trafen sich. Seine Augen waren dunkel, fast schwarz, mit einem Funken darin, der sie an glühende Kohlen erinnerte. „Du starrst.“, sagte er, nicht vorwurfsvoll, nur feststellend.
Sie zuckte mit den Schultern, nahm einen weiteren Schluck. „Du bist neu hier.“
„Und du siehst aus, als würdest du jeden kennen, der hier reinkommt.“
„Fast.“ Sie drehte sich vollends zu ihm um, lehnte sich mit dem Ellbogen auf die Theke, das Kinn in die Hand gestützt. „Also. Wer bist du?“
Er lachte leise, ein dunkles, vibrierendes Geräusch, das ihr über den Rücken lief. „Die interessante Frage ist doch – wer bist du?“
Die Barkeeperin schnaufte verächtlich, wischte mit ihrem Lappen über einen imaginären Fleck auf der Theke. „Die hier? Die ist nur ein Groupie. Wie alle anderen auch.“
Die Frau ignorierte sie. „Ich bin niemand.“
„Jeder ist jemand.“ Er drehte sich vollends zu ihr um, sein Knie streifte fast ihres, als er sich vorbeugte, den Ellbogen auf die Theke stützte, ihr Spiegelbild. „Auch wenn es nur für eine Nacht ist.“
Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug, ein unruhiger Rhythmus, der sich in ihren Adern ausbreitete. „Und was macht dich so besonders, dass du das behaupten kannst?“
Er beugte sich noch ein Stück näher, und plötzlich roch sie ihn – Leder, Schweiß, etwas Metallisches, als hätte er den ganzen Tag auf einer Bühne gestanden, unter grellen Scheinwerfern, die ihn verbrannt hatten. „Weil ich weiß, wie man eine Nacht unvergesslich macht.“ Seine Stimme war jetzt leiser, rauer, als würde er ihr ein Geheimnis anvertrauen. „Und du siehst aus, als bräuchtest du genau das.“
Sie sollte wegschauen. Sollte sich abwenden, ihren Whiskey austinken und gehen, als wäre nichts passiert. Doch stattdessen lehnte sie sich noch ein Stück näher, bis ihre Knie sich berührten, bis sie die Wärme seines Körpers durch den Stoff ihrer Jeans spürte. „Und wie stellst du dir das vor?“
Seine Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, das mehr Versprechen als Antwort war. „Fang damit an, mir deinen Namen zu sagen.“
„Lena.“ Es war nicht ihr echter Name. Aber es war der Name, den sie benutzte, wenn sie nicht sie selbst sein wollte.
„Lena.“ Er wiederholte ihn, als würde er ihn auf der Zunge zergehen lassen. „Ich bin…“ Er zögerte, als würde er überlegen, ob er lügen sollte. „… auch niemand.“
Sie lachte, ein kurzes, scharfes Geräusch. „Das ist der schlechteste Name, den ich je gehört habe.“
„Dann nennen wir es ein Pseudonym.“ Sein Blick wanderte über ihr Gesicht, blieb an ihren Lippen hängen, als würde er sich vorstellen, wie sie schmeckten. „Ein Pseudonym für eine Nacht, in der wir beide jemand anderes sein können.“
Die Barkeeperin seufzte theatralisch, rollte die Augen. „Ihr beiden seid so klischeehaft, dass es schon wieder charmant ist. Wenn ihr schon ficken wollt, dann geht wenigstens auf ein Zimmer und spar mir die Show.“
Lena spürte, wie ihr die Hitze in die Wangen schoss, doch sie ließ sich nichts anmerken. Stattdessen hob sie ihr Glas, trank den Rest in einem Zug, spürte, wie der Whiskey ihr die Kehle hinabbrannte, als würde er sie von innen aufwecken. „Zimmer klingt gut.“, sagte sie, als sie das Glas wieder abstellte. „Aber ich will nicht, dass du denkst, ich wäre leicht zu haben.“
„Wer hat etwas von leicht gesagt?“ Seine Hand glitt über die Theke, seine Finger streiften über ihren Handrücken, eine Berührung so flüchtig, dass sie sich fragte, ob sie sie sich nur eingebildet hatte. „Ich mag es, wenn es schwer ist. Wenn es sich anfühlt, als würde man etwas verbotenes tun.“
„Und was wäre das?“ Ihre Stimme war jetzt heiser, als hätte der Whiskey ihr die Worte gestohlen.
„Dich.“ Er stand auf, warf einen Schein auf die Theke, genug, um beide Drinks zu bezahlen – und mehr. „Komm.“
Sie zögerte. Nicht, weil sie unsicher war. Sondern weil sie wusste, dass dieser Moment, dieser eine Augenblick der Unentschiedenheit, der letzte Funke von Kontrolle war, den sie hatte. Dann stand sie auf, griff nach ihrer kleinen schwarzen Handtasche und folgte ihm.
Der Aufzug war eng. Zu eng. Die Türen schlossen sich mit einem leisen Ping, und plötzlich waren sie allein, eingeklemmt zwischen den spiegelnden Wänden, die ihre verzerrten Reflexionen zurückwarfen. Lena spürte seinen Körper hinter sich, seine Präsenz, als würde er den gesamten Sauerstoff im Raum aufbrauchen. Seine Hand legte sich auf ihre Hüfte, nicht fordernd, sondern besitzergreifend, als gehöre sie schon lange ihm. „Welches Stockwerk?“, flüsterte er ihr ins Ohr, sein Atem heiß auf ihrer Haut.
„Sieben.“ Ihre Stimme war kaum mehr als ein Hauch.
Er drückte den Knopf, doch statt sich zurückzulehnen, presste er sich näher an sie, bis sie seinen hart werdenden Schwanz gegen ihren Po spürte. „Du riechst nach Whiskey und Sünde.“ Seine andere Hand glitt über ihren Bauch, nach oben, bis seine Finger sich um ihre Brust schlossen, nicht grob, aber mit einer Sicherheit, die ihr den Atem raubte. „Und ich will dich kosten.“
Der Aufzug setzte sich in Bewegung, ein sanftes Surren, das von ihrem eigenen Herzschlag übertönt wurde. Lena lehnte den Kopf gegen die kühle Spiegelwand, schloss die Augen, als seine Lippen sich an ihren Hals pressten, heiß und fordernd. Seine Zunge fuhr über ihre Haut, und sie spürte, wie sich ihre Nippel unter dem Stoff ihres Tops hart wurden, wie sich eine feuchte Hitze zwischen ihren Beinen ausbreitete. „Wir sind noch nicht mal im Zimmer.“, keuchte sie, doch es klang mehr wie eine Bitte als wie ein Protest.
„Wer sagt, dass wir so lange warten müssen?“ Seine Hand glitt tiefer, über ihren Bauch, bis seine Finger den Saum ihrer Jeans erreichten. „Ich will dich jetzt. Hier. Gegen diese verdammte Wand.“
Sie sollte nein sagen. Sollte ihn wegschieben, sich zusammenreißen, daran denken, dass sie ihn nicht einmal kannte. Doch stattdessen bog sie den Rücken durch, drängte sich gegen seine Hand, spürte, wie seine Finger sich unter den Stoff schoben, wie sie ihre feuchte Hitze fanden. „Fuck.“, stöhnte sie, als er zwei Finger in sie schob, tief und hart, als wollte er sie markieren.
„Genau das.“ Seine Stimme war ein Grollen in ihrem Ohr, während seine Finger sie bearbeiteten, hart und unnachgiebig, genau wie sie es brauchte. „Du bist schon so nass, Lena. Als hättest du die ganze Nacht darauf gewartet, dass jemand dich endlich richtig fickt.“
Sie konnte nicht antworten. Nicht, als seine Finger sich in ihr krümmten, ihren empfindlichsten Punkt trafen, wieder und wieder, bis ihre Knie weich wurden und sie sich an der Wand festhalten musste. Der Aufzug hielt mit einem leisen Ding, doch keiner von ihnen bewegte sich. „Sieben.“, murmelte er, ohne aufzuhören, ohne sie loszulassen. „Perfekt.“
Dann zog er seine Hand zurück, drehte sie um und drückte sie gegen die Wand, sein Mund auf ihrem, hungrig und fordernd. Seine Zunge drang zwischen ihre Lippen, und sie schmeckte sich selbst an ihm – Whiskey, Lust, etwas Wildes, das sie nicht benennen konnte. Seine Hände griffen unter ihr Top, rissen es nach oben, bis ihre Brüste frei waren, und dann war seine Mund an ihrer Brustwarze, saugte, biss, bis sie aufschrie, bis ihre Finger sich in seine Haare krallten.
„Zimmer.“*, keuchte sie, als er sie losließ, nur für einen Moment, um sie an der Hand zu packen und aus dem Aufzug zu ziehen. Der Flur war leer, gedämpftes Licht, Teppichboden, der ihre Schritte schluckte. Er zog eine Karte aus der Tasche, steckte sie in den Schlitz der Tür, und dann waren sie drinnen, in einem Raum, der nach frischer Wäsche und Einsamkeit roch.
Doch es blieb keine Zeit, um sich umzuschauen.
Sobald die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel, war er wieder über ihr, drängte sie gegen die Wand neben dem Bett, seine Hände überall – in ihren Haaren, auf ihren Brüsten, zwischen ihren Beinen. „Ich will dich nackt. Jetzt.“ Seine Stimme war ein Befehl, dem sie nicht widerstehen konnte.
Sie riss ihr Top über den Kopf, warf es irgendwohin, dann ihre Jeans, ihr Slip, bis sie nur noch in ihren schwarzen Stiefeln vor ihm stand, die bis zu den Knien reichten. Er musterte sie, von Kopf bis Fuß, und in seinen Augen brannte etwas, das sie noch mehr anheizte. „Verdammt.“, flüsterte er, als wäre sie das Schönste, was er je gesehen hatte.
Dann war er bei ihr, seine Hände auf ihren Hüften, hob sie hoch, als wäre sie federleicht, und sie schlang ihre Beine um ihn, spürte, wie sein harter Schwanz gegen ihren nackten Körper drückte. „Ich will dich in mir.“, keuchte sie, ihre Lippen an seinem Ohr. „Jetzt. Hart.“
Er stöhnte, ein animalisches Geräusch, dann drehte er sich um und ließ sie auf das Bett fallen. „Dann beug dich vor, Lena. Zeig mir, was du willst.“
Sie gehorchte, stützte sich auf die Ellbogen, präsentierte ihm ihren Arsch, ihre nasse, offene Pussy, die nach ihm lechzte. Hinter sich hörte sie, wie er sich hastig auszog, das Rascheln von Stoff, das Klicken eines Gürtels. Dann spürte sie seine Hände auf ihren Hüften, seinen Atem auf ihrem Rücken. „So verdammt perfekt.“
Und dann war er in ihr.
Ein einziger, harter Stoß, der sie nach vorne drängte, der ihr einen Schrei entriss, der irgendwo zwischen Schmerz und Ekstase lag. Er füllte sie aus, dehnte sie, und für einen Moment konnte sie nicht atmen, konnte nur fühlen – wie er sich in ihr bewegte, tief und unerbittlich, als wollte er sie zerbrechen und gleichzeitig wieder zusammenfügen.
„Mehr.“*, flehte sie, und er gab ihr mehr.
Seine Hände packten ihre Hüften, zogen sie bei jedem Stoß zurück, bis sein Schwanz sie jedes Mal bis zum Anschlag traf, bis sie spürte, wie sich etwas in ihr aufbaute, etwas Unaufhaltsames. „Du fühlst dich an wie…“ Er brach ab, sein Atem stoßweise, während er sie nahm, hart und gnadenlos. „… wie etwas, das ich nie wieder loslassen will.“
Sie konnte nicht antworten. Nicht, als seine Hand sich zwischen ihre Beine schob, seinen Daumen auf ihren Kitzler presste, während er sie weiter füllte, weiter nahm, bis die Welt um sie herum verschwamm, bis es nur noch ihn gab, diesen Moment, diese Hitze, die sie von innen verschlang.
Und dann kam sie.
Ein Orgasmus, der sie von den Zehenspitzen bis in die Haarwurzeln durchzuckte, der sie schreien ließ, der sie zitternd und atemlos zurückließ, während er sich noch ein paar Mal in sie rammte, bevor er mit einem erstickten Fluch in ihr kam, heiß und tief, als würde er sie für immer markieren.
Dann fielen sie zusammen, keuchend, verschwitzt, ihre Körper noch immer miteinander verbunden. Lena spürte, wie sein Herz gegen ihren Rücken schlug, wie seine Finger sich in ihre Haut gruben, als fürchte er, sie würde verschwinden, wenn er sie losließ.
„Wer zum Teufel bist du?“*, flüsterte sie irgendwann, als die Welt langsam wieder in Fokus kam.
Er lachte leise, sein Atem noch immer ungleichmäßig. „Jemand, der dich nie vergessen wird.“
Und in diesem Moment, in diesem einen, perfekten Augenblick, glaubte sie ihm.

