Schatten im Abteil

Kapitel 1
Die Sonne stand tief über den Feldern, als der ICE 1047 mit einem leisen, fast hypnotischen Surren durch die flache Landschaft der ehemaligen DDR glitt. Die Scheiben spiegelten das bleiche Licht des Spätnachmittags, während die Wagen in einem gleichmäßigen Rhythmus über die Schienen ratterten. Lukas Voss saß in der ersten Klasse, die Beine übereinandergeschlagen, die Finger um ein Glas Lagavulin geklammert, das er sich im Bordbistro bestellt hatte. Der Whisky brannte warm in seiner Kehle, ein willkommener Kontrast zur kühlen, klimatisierten Luft des Zuges. Sein maßgeschneiderter anthrazitfarbener Anzug lag perfekt auf seinen Schultern, die graumelierten Schläfen verrieten die Jahre des Stresses, die sich in sein Gesicht gegraben hatten. Die Rolex an seinem Handgelenk glänzte diskret unter dem Neonlicht, ein stummer Beweis seines Erfolgs – und gleichzeitig eine Fessel.
Er war auf dem Weg nach Leipzig, wo er am nächsten Morgen ein Meeting mit einem potenziellen Investor hatte, ein weiterer Deal in einer endlosen Reihe von Deals, die sein Leben ausmachten. Doch heute, in diesem Moment, fühlte sich alles an wie eine Farce. Die Zahlen auf seinem Laptop verschwammen vor seinen Augen, die Excel-Tabellen und Prognosen verloren jeden Sinn. Er war müde. Nicht körperlich, nicht einmal geistig – nein, es war eine tiefe, existenzielle Erschöpfung, die ihn seit Monaten verfolgte. Sein Leben war ein perfekt choreografiertes Theaterstück, in dem er die Hauptrolle spielte, ohne jemals wirklich zu leben. Die Frauen, die er datete, waren makellos, wie aus einem Katalog – gebildete Karrierefrauen mit glatten Haaren und diskreten Parfums, die ihn mit der gleichen berechnenden Höflichkeit behandelten, mit der er seine Geschäfte abwickelte. Sex war eine Transaktion, effizient und ohne Überraschungen. Doch heute, in diesem Zug, spürte er etwas anderes in sich aufkeimen: einen hungrigen, fast animalischen Drang nach etwas Unkontrollierbarem. Etwas, das ihn aus dieser sterilen Hülle reißen würde.
Sein Blick wanderte zum Fenster, wo die Landschaft in einem monotonen Tempo vorbeizog – Felder, Windräder, verlassene Industrieanlagen. Plötzlich blieb sein Auge an einer Bewegung hängen. Eine Frau. Sie stand im Gang zwischen den Sitzen, eine Hand an der Haltestange, als würde sie sich mehr festklammern als festhalten. Ihr Gang war unsicher, fast torkelnd, als würde sie gegen eine unsichtbare Strömung ankämpfen. Betrunken?, dachte er zunächst. Doch dann sah er ihr Gesicht.
Ihre Haut war blass, fast durchscheinend, wie Elfenbein, das zu lange im Dunkeln gelegen hatte. Die langen, einst sicherlich blonden Haare hingen in fettigen Strähnen über ihre Schultern, an den Spitzen verfilzt, als hätte sie sie seit Wochen nicht gewaschen. Ihr Make-up war grell, fast grotesk – der Lippenstift ein knalliges Rot, das über die Konturen ihrer schmalen Lippen hinausgeschmiert war, die Wimperntusche verklebt, als hätte sie mit zitternden Händen versucht, sich herzurichten. Sie trug ein viel zu dünnes, schwarzes Kleid, das an ihren schmalen Schultern herabhing und ihre knochigen Schlüsselbeine freilegte. Die schwarzen High Heels an ihren Füßen wirkten wie ein makabrer Witz – zu hoch, zu instabil für jemanden, der kaum aufrecht stehen konnte. Ihre Hände zitterten leicht, die Finger mit abblätterndem Nagellack, die Nägel zu lang, als hätte sie sie aus Versehen oder Gleichgültigkeit nicht geschnitten.
Lukas spürte, wie sich etwas in seinem Unterleib zusammenzog. Nicht Mitleid. Nicht Ekel. Etwas Dunkleres. Etwas, das sich wie eine heiße, schamlose Neugier anfühlte.
Die Frau – Nina, wie er später erfahren würde – bemerkte seinen Blick. Ihre Augen, ein unnatürliches Hellblau, fast wie kontaktlinsenverstärkt, trafen die seinen. Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen. Dann verzog sich ihr Mund zu einem langsamen, fast trägen Lächeln, als würde sie einen privaten Witz genießen. Ihre Zunge fuhr über die Unterlippe, feucht und rosa, ein kleiner, absichtlicher Gestus, der Lukas’ Blick wie magnetisch anzog. Er spürte, wie sein Schwanz in den teuren Boxershorts zuckte, ein unwillkürlicher Reflex, der ihn mit Scham erfüllte – und gleichzeitig mit einer fast schon schmerzhaften Erregung.
Sie ließ die Haltestange los und schwankte auf ihn zu, ihre Hüften wiegten sich in einer übertriebenen, fast parodistischen Bewegung, als würde sie eine Karikatur von Verführung spielen. Als sie vor seinem Sitz stand, beugte sie sich leicht vor, die Hände auf die Lehne gestützt. Der Ausschnitt ihres Kleides klappte nach unten, gab den Blick auf ihre kleinen, festen Brüste frei, die Nippel hart unter dem dünnen Stoff. Der Geruch, der von ihr ausging, war eine Mischung aus billigem Parfüm, Schweiß und etwas Süßlichem, Fastem – der Geruch einer Frau, die seit Tagen nicht geduscht hatte. Es hätte ihn abstoßen müssen. Stattdessen spürte er, wie sein Atem schneller ging.
„Na, Schatz“, flüsterte sie, ihre Stimme rau, als hätte sie zu viel geraucht oder geschrien. „Alles allein hier?“
Ihre Finger glitten über die Armlehne seines Sitzes, die Nägel kratzten leicht über das Leder. Lukas spürte, wie sich sein Körper anspannte, nicht aus Abwehr, sondern aus einer fast schon krankhaften Faszination. Er sollte sie ignorieren. Er sollte den Blick abwenden, sich wieder seinen Unterlagen zuwenden, sich in die Sicherheit seiner Routine flüchten. Doch stattdessen hörte er sich selbst sagen, die Worte kamen wie von selbst, als würden sie von einem anderen Teil seines Gehirns gesteuert:
„Setz dich.“
Ihr Lächeln wurde breiter, triumphierend. Ohne eine Antwort abzuwarten, ließ sie sich auf den Sitz neben ihm fallen, ihr Körper sank fast zusammen, als würde sie unter ihrem eigenen Gewicht kollabieren. Der Stoff ihres Kleides rutschte noch weiter hoch, gab den Blick auf ihre Oberschenkel frei – blass, mit kleinen blauen Adern, die sich unter der Haut abzeichneten. Sie trug keine Strumpfhose, keine Unterwäsche. Nur dieses verdammte Kleid und diese absurd hohen Schuhe.
„Wie heißt du?“, fragte er, obwohl er es eigentlich nicht wissen wollte. Oder doch. Vielleicht wollte er es zu sehr.
Sie lachte, ein kurzes, kehliges Geräusch. „Nina.“ Ihre Hand wanderte über ihre eigenen Oberschenkel, die Finger spreizten sich, als würde sie sich selbst streicheln. „Und du? Der feine Herr im teuren Anzug?“
„Lukas.“
„Lukas“, wiederholte sie, als würde sie den Namen auf der Zunge zergehen lassen. „Klingt nach Geld.“ Ihre Augen fixierten ihn, durchdringend, fast herausfordernd. „Hast du welches, Lukas?“
Er hätte lügen können. Hätte sagen können, dass er ein normaler Angestellter sei, ein Lehrer, irgendetwas Harmloses. Doch die Wahrheit brannte in ihm, ein Geständnis, das er nicht zurückhalten konnte. „Ja.“
Ihr Lächeln wurde zu einem Grinsen, fast schon raubtierhaft. „Gut.“ Sie beugte sich näher zu ihm, ihr Atem war warm, nach Mentholzigaretten und etwas Fauligem. „Weil ich nämlich etwas brauche.“
Ihre Hand glitt über seine, ihre Finger schlossen sich um sein Handgelenk, zärtlich, aber mit einem Unterton von Besitzergreifung. Lukas spürte, wie sein Puls schneller schlug, nicht aus Angst, sondern aus einer fast schon perversen Vorfreude. Er wusste, was sie wollte. Und Gott, er wollte es ihr geben.
„Was genau?“, fragte er, obwohl er die Antwort schon kannte.
Sie lehnte sich zurück, ihre Beine öffneten sich leicht, gab den Blick auf den dunklen, feuchten Spalt zwischen ihren Schenkeln frei. Lukas’ Blick wurde dorthin gezogen, als wäre er hypnotisiert. Sie war rasiert, die Haut glatt, aber nicht gepflegt – kleine Rötungen, vielleicht von der Reibung des Stofffetzens, den sie Kleid nannte.
„Geld“, sagte sie und strich sich mit der Zunge über die Lippen. „Und vielleicht… ein bisschen Spaß.“
Ihre Hand wanderte höher, über seinen Unterarm, seine Schulter, bis ihre Finger seinen Nacken berührten. Ihre Nägel kratzten leicht über seine Haut, ein kaum spürbarer Schmerz, der sich direkt in seine Eier fraß. Lukas spürte, wie sein Schwanz in den Boxershorts hart wurde, wie das Blut in seinen Adern pulsierte. Er hätte aufstehen, gehen, sich in einen anderen Wagen setzen können. Doch er blieb sitzen. Regungslos. Gefangen.
„Wie viel?“, fragte er.
Sie lachte wieder, ein dunkles, fast hämisches Geräusch. „Oh, Schatz. Nicht so viel.“ Ihre Hand glitt zwischen seine Beine, ihre Finger drückten gegen den Stoff seiner Hose, direkt über seinem erwachten Schwanz. „Aber genug, um dir zu zeigen, was du wirklich willst.“
Lukas stöhnte leise, unfähig, sich zu bewegen. Ihre Berührung war roh, fordernd, ohne die geringste Andeutung von Scham oder Zurückhaltung. Ihre Finger massierten ihn durch den Stoff, drückten zu, als würde sie prüfen, wie hart er war. „Du bist so ein braver Junge, oder?“, flüsterte sie, ihr Mund nur Zentimeter von seinem Ohr entfernt. „Immer alles unter Kontrolle. Immer der Chef. Aber ich wette, du träumst davon, mal die Kontrolle zu verlieren. Mal richtig benutzt zu werden.“
Ihre Worte trafen ihn wie ein Schlag in die Magengrube. Ja. Fuck, ja. Er hatte davon geträumt. In den dunklen Stunden der Nacht, wenn er allein in seinem Penthouse lag, die Hände um seinen Schwanz geklammert, während er sich vorstellte, wie eine Frau – nein, nicht irgend eine Frau, genau so eine wie sie – ihn demütigte, ihn zwang, sich ihr zu unterwerfen. Doch er hatte es nie zugegeben, nicht einmal sich selbst gegenüber. Bis jetzt.
„Und wenn ich nein sage?“, murmelte er, obwohl er bereits wusste, dass er es nicht tun würde.
Ihre Hand zog sich zurück, und für einen Moment dachte er, sie würde aufstehen, gehen, ihn mit dieser unerträglichen Leere zurücklassen. Doch dann griff sie nach dem Reißverschluss seiner Hose. Langsam, fast zeremoniell, zog sie ihn herunter. Die Metallzähne gaben ein leises, fast obszönes Geräusch von sich. „Dann sag es.“
Lukas öffnete den Mund. Doch kein Wort kam heraus. Stattdessen spürte er, wie ihre Hand in seine Boxershorts glitt, wie ihre kühlen Finger seine heiße, pulsierende Erektion umschlossen. Ein Zittern lief durch seinen Körper, ein elektrischer Schock, der ihn von den Zehenspitzen bis in die Haarwurzeln durchfuhr.
„Gedacht“, flüsterte sie.
Ihre Hand begann, ihn zu streicheln, langsam, fast nachlässig, als wäre es das Natürlichste der Welt, einen fremden Mann in einem öffentlichen Zug zu befriedigen. Lukas’ Atem wurde flach, seine Hände krallten sich in die Armlehnen, als würde er sich an etwas festhalten müssen, um nicht wegzudriften. Er warf einen Blick zur Seite, zur älteren Dame zwei Reihen weiter, die in einer Zeitschrift blätterte, ahnungslos. Zum Geschäftsmann gegenüber, der in sein Handy vertieft war. Sie könnten uns sehen. Jederzeit.
Der Gedanke machte ihn nur noch härter.
Ninas Daumen strich über seine Eichel, verteilte den ersten Tropfen Vorsaft, der aus seinem Schwanz quoll. „Du bist so heiß“, murmelte sie, ihre Stimme ein raues Flüstern. „So verdammt hart für eine kleine Nutte wie mich.“ Ihre andere Hand glitt unter ihr Kleid, und Lukas hörte ein leises, feuchtes Geräusch, als sie sich selbst berührte. „Ich bin so nass, Lukas. So nass, nur davon, dich anzufassen.“
Er stöhnte, ein ersticktes, animalisches Geräusch, das er nicht unterdrücken konnte. Seine Hüften begannen, sich leicht zu bewegen, als würden sie einen eigenen Willen haben, stoßen in ihre Hand, suchend, fordernd. Sie lachte leise, fast amüsiert über seine Hilflosigkeit.
„Willst du mich ficken?“, fragte sie, während ihre Finger sich schneller bewegten, seine Eichel mit jedem Stoß ihrer Hand gegen seinen Schaft massierten. „Willst du deine kleine Nutte hier im Zug durchnehmen, während alle anderen so tun, als würden sie nichts sehen?“
Ja. Gott, ja.
Doch er sagte nichts. Er konnte nicht. Seine Kehle war wie zugeschnürt, sein Körper ein einziger, brennender Nerv.
Plötzlich ließ sie ihn los. Seine Eichel klatschte fast schmerzhaft gegen den Stoff seiner Boxershorts, nass und empfindlich. Er stöhnte frustriert auf, doch sie legte einen Finger auf seine Lippen. „Pssst. Nicht so laut, Schatz. Wir wollen doch nicht, dass jemand merkt, was für ein schmutziges kleines Geheimnis wir haben.“
Dann beugte sie sich vor, ihr Mund nur Zentimeter von seinem entfernt. Ihr Atem war heiß, ihr Geruch überwältigend. „Ich steige in Bitterfeld aus“, flüsterte sie. „Komm mit. Ich zeig dir, was du wirklich brauchst.“
Und dann, bevor er antworten konnte, stand sie auf, ihr Kleid rutschte wieder über ihre Hüften, verbarg den Anblick, der ihn fast wahnsinnig gemacht hatte. Sie schwankte leicht, als sie den Gang hinabging, ihre High Heels klackerten ungleichmäßig auf dem Boden. Lukas starrte ihr nach, sein Schwanz pochte schmerzhaft in seiner Hose, sein Verstand ein einziges Chaos aus Begierde und Selbsthass.
Der Zug bremste leicht, das Ansagesystem verkündete in monotoner Stimme: „Nächster Halt: Bitterfeld. Ausstieg rechts.“
Lukas stand auf. Sein Körper gehorchte nicht mehr seinem Verstand. Er folgte ihr.
Der Bahnhof von Bitterfeld war ein Ort, der die Zeit vergessen zu haben schien. Die Luft roch nach Kohle und altem Regen, ein beißender, metallischer Geruch, der sich in Lukas’ Lunge festsetzte. Die Beleuchtung flackerte, als würde auch das Licht hier müde sein. Nina ging vor ihm her, ihre Schritte unsicher, aber mit einer seltsamen Entschlossenheit. Sie führte ihn vorbei an verrosteten Schienen, an Graffiti-übersäten Wänden, an einem obdachlosen Mann, der in einer Ecke hockte und sie mit leeren Augen musterte.
„Wo gehen wir hin?“, fragte Lukas, doch seine Stimme klang fremd, als gehöre sie nicht ihm.
Sie drehte sich zu ihm um, ihr Lächeln war jetzt breiter, fast schon manisch. „Zu meinem Auto.“ Sie deutete auf einen alten, rostigen BMW, der in der dunkelsten Ecke des Parkplatzes stand, die Scheiben getönt, die Lackierung an mehreren Stellen abblätternd. „Steig ein.“
Lukas zögerte. Nur für einen Moment. Dann öffnete er die Beifahrertür und ließ sich auf den abgenutzten Ledersitz fallen. Der Geruch im Inneren war noch intensiver als an ihr selbst – Schweiß, Zigarettenrauch, etwas Süßliches, das er nicht identifizieren konnte. Vielleicht Marihuana. Vielleicht etwas Schlimmeres.
Nina stieg auf der Fahrerseite ein, warf ihre Handtasche – ein abgewetztes, schwarzes Ding, das aussah, als würde es jeden Moment zerreißen – auf den Rücksitz. Dann drehte sie sich zu ihm um, ihr Gesicht nur Zentimeter von seinem entfernt. „Zieh deinen Schwanz raus.“
Es war kein Bitte. Es war ein Befehl.
Und Lukas gehorchte.
Seine Finger zitterten leicht, als er den Reißverschluss seiner Hose öffnete, seinen Schwanz befreite, der immer noch hart und glänzend von ihrem Griff im Zug war. Die kühle Luft des Wagens streichelte seine heiße Haut, ein Kontrast, der ihn noch mehr erregte.
Nina beobachtete ihn mit hungrigen Augen. Dann beugte sie sich vor, ihre Hand umschloss seine Eichel, ihr Daumen strich über den Schlitz, verteile den Vorsaft, der dort perlte. „So ein guter Junge“, murmelte sie. „Du gehorchst so schön.“
Dann öffnete sie ihren Mund und nahm ihn in sich auf.
Lukas stöhnte auf, sein Kopf fiel gegen die Kopfstütze, seine Hände gruben sich in das abgenutzte Leder der Sitze. Ihre Zunge war heiß, ihre Lippen fest, ihr Mund eng. Sie nahm ihn tief, bis ihre Nase gegen seinen Schamhaaransatz drückte, dann zog sie sich langsam zurück, ihre Zunge wirbelte um seine Eichel, bevor sie ihn wieder ganz verschlang. Ihre andere Hand massierte seine Eier, drückte leicht, fast schon schmerzhaft, ein Unterton von Besitzergreifung, der ihn noch mehr anmachte.
„Fuck“, keuchte er, seine Hüften begannen, sich zu bewegen, stoßen in ihren Mund, als könnte er nicht anders. „Fuck, das ist…“
„Was?“, murmelte sie, ihre Lippen noch um seinen Schaft gepresst, ihre Stimme vibrierte gegen seine empfindliche Haut. „Was ist es, Lukas?“
„Zu gut“, stöhnte er. „Zu verdammt gut.“
Sie lachte, ein dunkles, kehliges Geräusch, das sich um seinen Schwanz wickelte. Dann nahm sie ihn wieder in sich auf, diesmal mit mehr Druck, mehr Hunger. Ihre Zähne schabten leicht über seine Haut, ein Hauch von Schmerz, der sich direkt in seine Eier fraß. Lukas’ Atem wurde schneller, seine Hände krallten sich in ihre Haare, zogen sie näher, tiefer, als würde er sie ertränken wollen.
Plötzlich ließ sie ihn los, ein nasses, schmatzendes Geräusch erfüllte das Auto. „Nicht so schnell, Schatz“, sagte sie, ihre Stimme rau vor Erregung. „Ich will, dass du wirklich kommst. Und das tust du nicht in meinem Mund.“
Bevor er protestieren konnte, schob sie ihn zurück, drängte ihn auf den Rücksitz. Dann kletterte sie über ihn, ihr Kleid rutschte hoch, gab den Blick auf ihren nackten, feuchten Spalt frei. Sie setzte sich rittlings auf ihn, ihr Gewicht drückte ihn in das Leder, ihre Hände griffen nach seinem Hemd, rissen die Knöpfe auf. „Ich will, dass du mich fickst“, zischte sie, ihre Augen brannten in seine. „Aber nicht hier. Nicht so. Ich will, dass du mich kaufst.“
Lukas’ Verstand raste. Kaufen? Was zum Teufel meinte sie damit?
Doch dann verstand er.
Ihre Hand glitt zwischen ihre Beine, ihre Finger spreizten ihre Schamlippen, zeigten ihm ihre glänzende, rosa Spalte. „Ich will 500 Euro“, flüsterte sie, während sie sich selbst streichelte, ihre Finger kreisten um ihren Kitzler, langsam, verführerisch. „Und dann gehörst du mir. Für eine Stunde. Und ich zeig dir Dinge, von denen du nicht mal träumst.“
Lukas spürte, wie sein Schwanz zuckte, wie sein Verstand gegen seinen Körper kämpfte. 500 Euro. Für eine Stunde. Das war lächerlich. Das war erniedrigend. Das war genau das, wonach er sich sein ganzes Leben lang gesehnt hatte.
Ohne ein Wort griff er in seine Innentasche, zog sein Portemonnaie heraus. Die Scheine waren frisch, knitterfrei, ein Kontrast zu der schäbigen Umgebung. Er zählte fünf Hundert-Euro-Scheine ab, legte sie auf das Armaturenbrett.
Nina nahm das Geld, ohne es zu zählen. Dann beugte sie sich vor, ihr Mund fand den seinen, ihre Zunge drang ein, fordernd, Besitz ergreifend. Lukas stöhnte in ihren Mund, seine Hände griffen nach ihren Hüften, zogen sie näher, als könnte er sie verschlingen. Sie biss ihm in die Unterlippe, hart genug, um Blut zu schmecken.
„Jetzt“, keuchte sie, „fährst du mich irgendwohin. Irgendwo, wo niemand uns sieht. Und dann fickst du mich. So hart, wie du kannst.“
Lukas nickte. Sein Körper gehorchte. Immer.
Er startete den Motor.

